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Jean-Pierre Ransonnet - Alain Denis

    • When 13.05.2021 um 09:00 bis 15.07.2021 um 10:00 (Europe/Brussels / UTC200)
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13/5 > 15/7


 

Von Anfang Mai 2021 bis Mitte August 2021 zeigt das Museum La Boverie eine Doppelausstellung von zwei großen, in Belgien anerkannten Künstlern der Kunstszene Lüttich, deren Werke sich in den Sammlungen des Museums der Beaux-Arts befinden: Jean-Pierre Ransonnet (Lierneux, 1944) und Alain Denis (Lüttich, 1947). 

Beide waren früher Lehrer an der Académie des Beaux-Arts und gehören zu einer Generation, die nicht unbedingt anerkannt wurde. Ihre seit den 60er Jahren entstandenen Werke gehörten zunächst den Richtungen Konzeptkunst (Ransonnet) und Pop Art (Denis) an. Später hat sich jeder der beiden Künstler aber in sehr unterschiedliche Richtungen entwickelt. 

Jean-Pierre Ransonnet hat sich einer matieristischen Malerei zugewandt, auf der Grundlage von Pigmenten, Farbgüssen, aufeinander folgenden Lagen. Am meisten liebt er Themen wie Landschaften, Gärten, Wald, Naturelemente, Werkzeuge und eine Reihe von persönlichen, mehr symbolischen Elementen, wie die Form und den Buchstaben „L“ (= sie, französisch elle). Ransonnet hat sich nicht zwischen Abstraktion und Figürlichkeit entschieden: er hat einen neuen Weg eröffnet, wo der Farbkontrast sehr wichtig ist, wo die Wirklichkeit, die Einbildung und der vitale Elan der Gestik untrennbar mit einer künstlerischen Arbeit von großer Sensibilität verbunden sind.
 

 

Jean-Pierre Ransonnet, L’Etang. Techniques mixtes sur papier,2011. Collection privée.

 

 

 

 

 

 

Alain Denis hat die amerikanische Malerei und die Pop Art mit Begeisterung entdeckt, ohne sie sklavisch nachzuahmen. Die häufig glatte, flächige Technik seiner Malerei kann auch Gestik enthalten und sehr lyrisch sein. Aber immer von großer technischer Feinheit, die er auch auf seine Zeichnungen anwendet. Dieser Bewunderer von Warhol interessiert sich für Gebrauchsgegenstände, von der Colaflasche bis zum Diabolo, für Blumen, die er schwungvoll auf Dinge malt, die jeder bei sich zu Hause hat oder in seiner täglichen Umgebung findet. Diese Dinge sind für den Künstler der Anlass, ihr malerisches Potential zu entdecken. Ihre Darstellung ist kein Selbstzweck, sie sollen eher von einem persönlichen Standpunkt aus gezeigt werden, ausgehend von einem Detail, einem Rahmen oder einer Häufung.

 

Alain Denis, Mantegnamania. Peinture sur toile, vers 2008-2009. Collection privée.